Mittwoch, 20. August 2014

DJIA - was ist das eigentlich?

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

erstmal möchte ich euch auf meinem Blog begrüßen. Hier werde ich während meines diakonischen Jahres im Ausland meine Gedanken und Bilder sammeln. Für alle interessierten und zukünftigen Leser erkläre ich noch kurz, was ein DJIA ist.

Das DJIA steht für das diakonische Jahr im Ausland. Es ist ein Freiwilligendienst in sozialen und diakonischen Einrichtungen, welche sich im Ausland befinden. Teilnehmen kann man ab dem Alter 18, der Dienst richtet sich eher an junge Erwachsene. Das Gute ist, man engagiert sich für andere, trotzdem dient es auch als Orientierungs- und Bildungsjahr für sich selbst. Man lernt eine soziale Einrichtung kennen und lernt mehr über die sozialpolitische Situation des Einsatzlandes, man begegnet anderen Menschen aus anderen Kulturen und lernt zudem noch (hoffentlich), selbstständiger und verantwortungsbewusster zu sein. Man wird durch mehrere Seminare bestens vorbereitet auf das Einsatzland und die Stelle. Aber auch nach dem Einsatz trifft man sich nochmals, um zu reflektieren und Erfahrungen auszutauschen. Wir haben persönliche Ansprechpersonen, die Tag und Nacht zur Verfügung stehen und an die wir uns wenden können, sollten mal Probleme anstehen oder Gesprächsbedarf bestehen. Zwar arbeitet die Organisation mit kirchlichen und diakonischen Partnerorganisationen zusammen, jedoch bezeichnet sich das DJIA als ökumenisches Programm, welches offen für verschiedene christlichen Konfessionen ist, was bedeutet, dass auch Menschen mit einer anderen Religion oder keiner sich gerne bewerben und teilnehmen dürfen, so lange sie der Kirche und Glaubensfragen gegenüber offen sind.

Der Träger des diakonischen Jahres im Ausland sind die Evangelische Freiwilligendienste gGmbH, und der aej (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.).

Allgemeine Informationen:
- das DJIA dauert ca 9-12 Monate
- es beginnt in der Regel im August oder September
- Freiwillige bekommen Taschengeld, Unterkunft, Verpflegung, Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung
- die Seminare sind Pflicht 
- einige Länder bekommen zudem Sprachkurse
-Freiwillige werden begleitet durch die Evangelischen Freiwilligendienste gGmbH und die Partnerorganisation im Ausland
- das DJIA wird auch oftmals als Vorpraktikum für Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten anerkannt
- ehemalige Teilnehmer bieten Infotage an, deren Teilnahme als Voraussetzung für eine Bewerbung gilt
- die Einsatzplätze und Einsatzstellen unterscheiden sich von Land zu Land
- man hat 3 Wunschländer, jedoch kann es durchaus sein, dass man den Bewerber auch fragt, ob er es sich vorstellen könnte, einen Freiwilligendienst in Land XY zu machen
- das DJIA wird finanziell unterstützt von der aej, der Diakonie Deutschlands, einigen evangelischen Landeskirchen und regionalen Diakonischen Werken
- es gibt die Möglichkeit, dass man vom IJFD (Internationalen Jugendfreiwilligendienst), Weltwärts oder dem EVS (Europäischer Freiwilligendienst) gefördert wird - leider klappt das nicht immer
- wird man gefördert, bekommt man noch das Kindergeld
- damit mehr Menschen einen Dienst leisten können, gibt es das Solidaritätsmodell, das dafür sorgt, dass auch nicht geförderte Freiwillige nicht auf den Kosten alleine sitzen bleiben, denn die Förderer übernehmen nicht alle Freiwilligen
- die geförderten Freiwilligen müssen nichts bezahlen, werden aber um eine Spende gebeten, die dafür sorgt, dass mehr Menschen teilnehmen können - das beeinflusst aber nicht die Aufnahme in das Programm! 

Wer mehr erfahren möchte über das Diakonische Jahr im Ausland, darf sich gerne auf der offiziellen Seite informieren: klick mich an, ich weiß, du willst es auch
oder auf der Seite der Evangelischen Freiwilligendienste schauen: hier verbirgt sich der Link
eine Zusammenfassung des DJIA findet ihr hier: Freiwilligenarbeit

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Einträge.

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